Reise zum Oder-Warthe-Bogen

Wie bereits lange geplant starteten wir am Freitag dem 07.04.2017 unsere kleine Reise zur Festungsfront des Oder-Warthe-Bogen. 
Für Micha, Claudia und mich ging es 14 Uhr auf die A72 und wir fuhren direkt in den Wochenende- Rückreise- Verkehr der Polen. Das schlechter Wetter und der Verkehr machte die Anreise zu einer zumindest kleinen Qual. Unsere Freunde Uwe, Jürgen und Christian waren bereits eher angereist um schon vor Ort die Lage zu erkunden.

 

Gleich am nächsten Früh ging es los. Frühstück um 7.30 Uhr und Punkt 9 Uhr waren wir am Eingang des gigantischen Bunkerwerks. Hierbei handelte es sich um einen Entwässerunskanal, denn alle normalen Eingänge sind versprengt oder verschlossen. Die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, auch Festung im Oder-Warthe-Bogen, volkstümlich Ostwall genannt, war eine seit Mitte 1934 vom Deutschen Reich aufgebaute, stark befestigte Verteidigungslinie, die etwa 120 km östlich von Berlin vom Fluss Warthe im Norden zur Oder im Süden führt.
Der ca. 250 lange Einstieg durch den flachen Abwasserkanal war wirklich kein “Zucker schlecken”, doch danach ging es aufrechten Ganges weiter. Für trockene Füße sorgten unsere mehr als Knie hohen Gummistiefel, ohne die hätten wir an so machen Stellen Dumm ausgesehen. Die Anlage ist zwar nicht komplett unter Wasser, an einigen Stellen musste man natürlich schon große Obacht geben, denn unter den teils Knie hohen Wasser verbergen sich oftmals tiefe Löcher die einst zur Entwässerung dienen sollten.
Oder Warthe Bogen
Erstmal eine Pause

 

Erst gegen 18 Uhr konnten wir wieder das Sonnenlicht erblicken, laut unserer Dokumente sind wir ca 25 Kilometer unter Tage gelaufen. Und ich kann euch versprechen, jeden einzelnen Kilometer gab es interessante und zugleich unvorstellbare Bauwerke zu sehen. An einem Tag ist es gar nicht möglich die komplette Anlage unter Tage zu besichtigen, wir haben ca 1/4 der Anlage begangen. Wir waren (und sind) fix und fertig! Gerade mit den Gummistiefeln die schwer und zu dem recht hart sind, ist dass auch für geübte Wanderer eine Herausforderung, wie man den Kameraden vielleicht ansehen kann.

 

Panzerwerk 717
Panzerwerk 717

 

Sonntag haben wir einige der Panzerwerke auch einmal von oben besichtigt, und konnten so manche Luke und Glocke von außen sehen, aus der wir gestern von innen nach außen schauen konnten. Natürlich waren diese aber alle verschlossen.

Ich überspiele gerade über 50 Gigabyte Videomaterial, was nun gesichtet, bearbeitet und geschnitten werden muss! Ihr könnt euch also auf spannende Videos von unserem Ostwall Abenteuer freuen!
Bedanken möchten wir uns auch noch einmal recht herzlich bei Uwe und Jürgen, die uns mit Ihren Erfahrungen aus voran gegangen Touren durch das Bunkerwerk sicher und informierend führen konnten!
Videos folgen also schon bald!
Gruß limmi

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