Die vergessene Nazi-Zinnwäsche Sauersack

092017

Obwohl bekannt war, das es sich um ein armes Zinnvorkommen handelt (Zinngehalt ca. 0.4 Prozent) und „aus privatwirtschaftlichen Sicht kaum wirtschaftlich“ war, wurde mit dem Auffahren des Schachtes in Sauersack (Sudetengau auf dem Kamm des Erzgebirges) 1941 begonnen. Seltsam ist, dass auf Untersuchungen und Planung auf Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums verzichtet wurde. Eine Aufbereitungsanlage wurde bestellt noch bevor der Pacht- und Kreditvertrag abgeschlossen war.
Die Grube wurde 1942 offiziell geöffnet, ein Lager unter Leitung der SS für Kriegsgefangene entstand. Die Zahl der Gefangenen betrug ca. 1200, hauptsächlich Franzosen und Ukrainer. Nach erhaltenen Unterlagen, betrugen die Kosten 1943 für eine Tonne Zinn 15.000 RM.
Im April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Grube im Notbetrieb vor dem Absaufen bewahrt. Am 23. Mai übergab Dr. Schanz die Grube den Tschechen, die sie nicht mehr weiter betrieben.
Gerüchteweise soll hier eine Außenstelle von Pilzen gewesen sein, die sich mit der Entwicklung von Raketentechnik beschäftigte.

Heute ist das Gelände eine Ruinenlandschaft, bei der auf jeden Schritt geachtet werden sollte. Löcher und eingestürzte Keller sind oft unter dem Waldboden nicht sichtbar.

Quelle: http://www.explorate.de User: Condor66

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